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Freitag Abend - Abreise aus Brukina Faso |
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Abreise
Für mich geht eine unglaubliche Woche zu Ende. Ich habe selbst noch nicht alle Eindrücken richtig warnehmen und verarbeiten können. Von strahlenden Kinderaugen in der Schule über harte Arbeit in den Granit-Steinbrüchen. Von gastfreundlichen Marktfrauen und neugierigen Kindernhänden die Meine suchen um sie zu berühren. Junge verheiratete Frauen, die mit 16 schon Mutter sind und Arbeiter die für 2 Euro am Tag schufften.
Die ING-DiBa unterstützt das UNICEF Projekt "Schulen für Afrika". Helfen Sie mit. Gemeinsam für Kindern.

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Tag 4: Besuch des Hilfslager und die harte Arbeit im Steinbruch |
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6. Nov. 09 (Die Opfer der Flut)
Durch sinflutartige Regenfälle am ersten September diesen Jahres haben innerhalb kürzester Zeit über 150.000 Menschen Ihre gesamte Existenz verloren. Das Haus, alle Möbel und Kleidung - einfach weggespült! In der Hauptstadt Ougadougou besuchen wir eine riesige Notzeltanlage. Sie bietet 4.000 Menschen eine erste Unterkunft und Schutz für die Kinder.
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In den riesigen Zeltlagern haben die vielen Opfer der Flut zumindest ein Zelt in welchen Sie nun notdürftig untergebracht sind. Jedoch ist das schlimmste und schwierigste für die Betroffenen, dass sie von vorne beginnen müssen ihre Existenz zu gründen. Obwohl wir hier heute nun wirklich keine glücklichen Kinder erwarten, treffen wir auf offene Kinderherzen und freudige Erwachsene. Als Vertreter für die UNICEF Hilfe vor Ort, spüren wir die Dankbarkeit der Menschen und der Kinder über die erste Hilfe nach der Katastrophe. Unsere Stimmung trübt sich jedoch - denn wir wissen um die ernste Lage der Menschen. In den Zelten ist es unglaublich heiß und nicht immer ist genug Platz für die gesamte Familie. Täglich werden über 50 Tonnen an Lebensmitteln benötigt. Es fehlt an Medikamenten und frischem Trinkwasser. Etwas Gutes hat die neue Zelt-Gemeinde jedoch, eine UNICEF-Schule. Für viele Kinder ist es der erste Besuch einer Schule. Wir erleben Kinder, welche uns neugierig begutachten, uns anfassen möchten und trotz aller Umstände mit uns lächeln. Zahlreiche Spendenaufrufe und Aktionen machen das Überleben der Menschen vor Ort möglich. Jedoch wird die Hilfe täglich und auf ungewissen Zeit benötigt. Mehr Infos zu der Katastropfe auf der Webseite des Deutschen Entwicklungsdienstes.
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6. Nov. 09 (Die Granit-Steinbrüche)
Der heutige Tag ist für uns alle der schwerste. Wir verlassen das Hilfsager und machen uns auf den Weg in die Granit Steinbrüche nach Pissy. Was wir hier sehen, verschlägt uns allen den Atem. Eine riesiges Areal an felsigen Boden liegt im Dunst des Staubes und des beißenden Gestanks der verbrannten Autoreifen. Kinder, Frauen, Jungs wie Mädchen, alle arbeiten hart - und das für 2 Euro am Tag! Das Arbeiten hier ist gefährlich, denn nicht nur die Sonne brennt den Menschen auf die Körper auch der beißende Gestank der Autoreifen welche unter Granitblöcken verbrannt werden zehrt an den Kräften der Arbeiter. Das Verbrennen der Reifen ist nötig, denn ohne das Erhitzen der riesigen Granitbrocken ist ein zerschlagen der Steine nicht möglich. Über 1.500 Menschen arbeiten hier von Sonnenauf- bis untergang. Die gesamte Familie muß anpacken um Geld für das tägliche Überleben zu verdienen. So bleibt keine Möglichkeit für die Kinder zu Schule zu gehen. UNICEF hat in der Gemeinschaft mit EJT vor Ort als ersten Maßnahme einen Kindergarten eröffnet um täglich für die Sicherheit von über 90 Kindern zu Sorgen, deren Mütter, Väter und Geschwister den ganzen Tag den harten Granit mit den einfachsten Werkzeugen zerschlagen.
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Tag 3: Baumwellfelder und der Sky-Channel im Kloster |
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5. Nov. 09 (Baumwolle und Sky-Channel)
Schon früh machen wir uns auf den Weg zum Cotten-Field auf welchen wir uns ein Bild über die Baumwollernte machen möchten. Wir sind auf dem Rückweg von Bobo nach Ougadogou und unser Autokonvoi fährt über die wohl einzig ausgebaute Hauptstraße, an vielen kleinen Dörfchen aus Lehm und Holzhütten, durch das doch ungewöhnlich grün wirkenden Burkina Faso. Viele kleine Seen und Tümpel halten genug Wasser für die begrenzte Natur des trockenen Kontintens bereit. Leider ist derzeit keine Erntezeit, wir können uns daher nur wenig Eindrücke über die harte Arbeit der Ernte durch die handverlesenen Baumwolle machen.
An einem Kloster halten wir für eine kurze Pause an. Freudig werden wir vom Priester empfangen und bekommen Zutritt zu den heiligen Räumen. Ich muß schmunzeln als wir den Raum betreten. Heilige Kreuze an der Wand, dicke Teppiche auf dem Boden und schwere Polstermöbel in der Mitte des Raums. Doch Moment, höre ich da etwa Fußballatmosphäre und Fangesänge? Tatsächlich, anscheind haben wir die Geistlichen vor Ort, gerade beim Fernsehen der Französischen Champions-League überrascht. Tja, sind eben auch nur Männer, die Priester :-)
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Tag 2: "Die Weißen besuchen das Dorf" |
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4. Nov. 09 (Dorfbesuch)
Heute besuchen wir die Schule in Sarfalao ein zweites Mal. Gestern hatten wir auftrund der Anreise von Ougadogou (Hauptstadt Burkina Fasos) nach Bobo (die zweit größte Stadt Burkinas) wenig Zeit uns ein vollständiges Bild der Schule machen zu können. Zusammen mit Eva (Eva Padberg - UNICEF Botschafterin) besuchen wir auch das angrenzende Dorf der Schule. Langsam laufen wir zusammen mit Eva und Jens (dpa-Fotograf) durch die kleinen Gässchen. Es ist unglaublich zu sehen, wie unterschiedlich uns die Kinder hier empfangen. Im ersten Moment sind sie starr wie Eis. Sehen viele doch zum ersten Mal weiße Menschen in ihrem Dorf. Andere hingegen werfen sich freudig vor die Kamera und posieren zusammen mit Freunden und Geschwistern. Eins ist klar, haben die Menschen hier in Burkina für uns Europäer unmenschliche Lebensbedingungen - so scheint es als würden gerade die Kinder hier - an den Dingen - wie dem Besuch der Bleichgesichter - den größten Spaß haben.
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Tag 1: Besuch der Grundschule in Sarfalao |
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3. Nov. 09 (Sarfalao)
Wir besuchen unsere erste Schule in Burkina Faso. Auf roter staubiger Erde und unter der heißen Afrikanischen Sonne stehen zwei Schulgebäude. Ich denke nicht, dass ich an dieser Stelle erwähnen muss, dass Laptops genauso unbekannt, wie Luftballons oder eine Tolilettenspülungen sind. Dennoch sind die Kinder aus den umliegenden Döfern dankbar, eine Schule besuchen zu können. Insgesamt unterrichten sieben Lehrer die Kinder und üben lesen und schreiben. Die Grundschule in Sarfalao bieten über 850 Kindern die Möglichkeit auf diese Grundbildung. Insgesamt gibt es sechs Klassen, in denen die Lehrer unterrichten. Man muss kein Mathegenie sein um sofort zu merken, dass sechs Klassen und 850 Kinder - über 140 Kinder pro Schulklasse bedeuten! Die Klassenzimmer platzen aus allen Nähten und dass ist einer der Gründe, warum unsere Projektreise so wichtig ist. Die Planung einer weiteren Schule vor Ort geht in die Planung.
Die ING-DiBa ist einer der größten deutschen Partner des UNICEF Projektes "Schulen für Afrika". Der Bedarf an Schulheften und Kreide macht das lernen noch schwieriger, denn die Kinder schreiben und rechnen auf kleinen Tafeln und Kreide ist nur sparsam zu benutzen. Umso danbarer war der Schuldirekter, für die DiBa spende von Stiften, Heften, Seifen und Luftballons.
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